Kopp und Sorger eröffnen am Montag den Hauptbewerb in Tulln

Foto: NÖ Open/Manfred Binder

Mit zwölf Qualifikationsspielen sind die NÖ Open powered by EVN (6. bis 13. September 2026) am Sonntag in der Gartenstadt Tulln in ihre sechste Auflage gestartet. Am Montag fällt nun auch der Startschuss im Hauptbewerb des ATP-100-Challengers: Mit Sandro Kopp und Wildcard-Starter Sebastian Sorger stehen gleich zwei Österreicher auf dem Center Court im Einsatz. Die vier heimischen Spieler in der Qualifikation mussten sich hingegen allesamt in der ersten Runde verabschieden.

Für Sandro Kopp beginnt das Heimturnier am Montag gegen den Chilenen Matias Soto. Der 26-jährige Tiroler präsentierte sich in den vergangenen Wochen spielerisch in guter Verfassung, kämpft vor seinem Auftakt in Tulln allerdings mit leichten Rückenbeschwerden. „Die Bedingungen sind sehr gut und passen gut zu meinem Spiel. Die Bälle springen hoch und nehmen guten Spin an“, berichtet Kopp. „Stand jetzt habe ich noch ein bisschen Rückenbeschwerden. Die Priorität liegt deshalb darauf, dass ich schmerzfrei spielen oder zumindest mit den Schmerzen umgehen kann. Dann schaue ich wirklich von Match zu Match.“

Seinen chilenischen Auftaktgegner kennt der Tiroler bislang nur wenig. Die Marschroute ist dennoch klar: „Ich glaube, dass er die Bälle recht früh nimmt, ein schneller Spieler ist und eine schnelle Hand hat. Ich werde versuchen, über meine Konstanz zu kommen. Für den größten Teil schaue ich aber darauf, dass ich bei mir bleibe.“ Mit seiner jüngsten Entwicklung zeigt sich Kopp zufrieden: „Ich habe mich gut gefühlt am Platz, gute Ergebnisse und immer wieder gute Matches gehabt. Darauf kann ich aufbauen und versuchen, den Schwung mitzunehmen.“

Kopp setzt auf Konstanz – Sorger kommt mit Selbstvertrauen

Ebenfalls auf dem Center Court schlägt Sebastian Sorger auf. Der mit einer Wildcard ausgestattete Steirer trifft auf den Tschechen Martin Krumich und reist mit reichlich Selbstvertrauen nach Tulln. „Ich bin sehr zufrieden. Ich habe gute Ergebnisse gehabt, zwei 25er-Turniere gewonnen und mich wirklich gut gesteigert. Vor allem freut mich, dass ich dieses Niveau halten kann“, sagt Sorger vor seiner Auftaktpartie. Nach sechs intensiven Turnierwochen habe er zuletzt die Belastung gespürt, inzwischen fühle er sich aber wieder erholt: „Ich hatte jetzt ein paar Tage frei, fühle mich wieder gut und bin ready für morgen. Ich freue mich schon drauf.“

Krumich ist für den Österreicher kein Unbekannter. „Gegeneinander haben wir noch nicht gespielt, aber ich kenne ihn und habe auch schon mit ihm trainiert. Er hat eine sehr gute Rückhand, spielt sehr flach und zügig. Es wird auf jeden Fall eine toughe Partie – aber für ihn wird es auch tough.“

Vier Österreicher scheitern in der ersten Qualifikationsrunde

Bereits am Sonntag wurde in Tulln um die sechs noch offenen Plätze im Hauptfeld gekämpft. Zwölf Partien standen in der ersten Qualifikationsrunde auf dem Programm. Für Matthias Ujvary, Alexander Wagner, Timo Rosenkranz König und Jonas Gundacker endete das Turnier jeweils zum Auftakt.

Am nächsten dran an einem Satzgewinn war Matthias Ujvary. Der Österreicher führte gegen den Schweden Olle Walling im ersten Durchgang bereits mit 5:2, musste sich am Ende aber mit 5:7, 2:6 geschlagen geben. „Ich habe sehr gut angefangen und mich von der Grundlinie eigentlich gut gefühlt. Als ich vorne war, habe ich aber begonnen zu zweifeln und bin zu passiv geworden“, analysierte Ujvary. Genau daraus will er lernen: „Wenn ich vorne bin, muss ich aggressiv weiterspielen – egal, was passiert. Und Dinge, die passiert sind, so schnell wie möglich abhaken und wieder die positiven Gedanken finden.“

Alexander Wagner bekam es mit einem äußerst routinierten Gegner zu tun. Der Slowake Norbert Gombos setzte sich am Ende klar mit 6:0, 6:2 durch. Jonas Gundacker unterlag in der letzten Center-Court-Partie Andrej Martin (SVK) mit 4:6, 2:6, Timo Rosenkranz König musste sich dem deutschen Nachwuchstalent Diego Dedura mit 3:6, 1:6 geschlagen geben. „Erste Runden sind immer schwer, deshalb musste ich erst einmal ankommen“, sagte Dedura nach seinem Erfolg. „Vor allem am Anfang bin ich nicht so gut reingekommen, aber ich bin mit meiner Performance zufrieden – und am Ende zählt natürlich der Sieg. Für mich geht es darum, hier Matches zu sammeln.“

Auch Daniel Siniakov löste mit einem 7:6, 6:3 gegen den Niederländer Niels Visker das Ticket für die zweite Qualifikationsrunde. „Der erste Satz war entscheidend, weil es bis zum Ende sehr eng war. Im zweiten Satz hatte ich dann mehr Selbstvertrauen als mein Gegner“, sagte der Tscheche. „Ich hoffe, dass ich morgen mein bestes Tennis spielen kann. Ich möchte die Qualifikation überstehen und werde dafür alles geben.“

Brunold mit klarem Ziel: „Sonntagabend abreisen“

Ebenfalls einen erfolgreichen Auftakt erwischte Mika Brunold. Der Schweizer setzte sich gegen den Deutschen Kai Wehnelt mit 7:6, 6:3 durch und zeigte sich mit seinem ersten Auftritt in Tulln zufrieden. „Es war eine solide Leistung. Ich war sehr fokussiert und wollte unbedingt gewinnen. Er hat es mir nicht angenehm gemacht und beim ersten Match muss man sich auch erst an die Bedingungen gewöhnen. Deshalb bin ich sehr zufrieden, wie es gelaufen ist“, sagte Brunold. Für den 21-Jährigen ist Österreich mittlerweile beinahe so etwas wie ein gutes Pflaster. „Die Turniere hier sind sehr, sehr gut organisiert. Es ist angenehm, hier zu spielen, nicht weit weg von der Schweiz und ich habe in Österreich bisher eigentlich immer gut gespielt. Deshalb fühle ich mich sehr wohl hier.“ An Selbstvertrauen mangelt es Brunold jedenfalls nicht. Auf die Frage nach seinem Ziel für diese Woche in Tulln antwortete er mit einem Schmunzeln: „Sonntagabend abreisen.“

Neben Brunold stehen unter anderem auch Henry Bernet (SUI), Matthew Donald (CZE), Svyatoslav Gulin (AIN), Andrew Paulson (CZE) und Lukas Pokorny (SVK) in der zweiten Qualifikationsrunde.

Am Montag stehen in Tulln noch sechs Partien der zweiten und entscheidenden Qualifikationsrunde auf dem Programm. Parallel dazu beginnt der Hauptbewerb der NÖ Open powered by EVN – mit Sandro Kopp und Sebastian Sorger im rot-weiß-roten Fokus.

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